Sommerreise (II): Klein Quassow

Post-Fusion-Chillout in Klein Quassow. Völlig erschöpft vom vielen Tanzen ziehen wir uns in dieses Kleinod inmitten der Mecklenburger Seenplatte zurück. Der Ort ist mehr als übersichtlich, denn man kann ohne Probleme vom Ortseingangsschild zum Ortsausgangsschild spähen. Zwei Dinge irritieren sofort: Erstens die enorme Insektendichte tagsüber und zweitens die totale Ruhe nachts. Am ersten Abend klatsche ich mehrmals in meine Hände um eine plötzliche Taubheit auszuschließen.

Beim Tischtennis (diesmal ohne Aufbauprobleme) steht plötzlich Dackeldame Betty hinter mir und knurrt mich an. Auf meine halbgaren Vertreibungsversuche („Aus! Lauf weg!“) reagiert sie nicht, also entschließe ich mich zum Äußersten: Ich führe den Balztanz des Paradiesvogels auf. Völlig verschreckt sucht sie bellend das Weite. Hoffentlich wurde sie nicht traumatisiert, denn das täte mir sehr leid. Um mich im Dorf nicht unbeliebt zu machen habe ich bewusst auf den Gebrauch von Pfefferspray verzichtet.

Am letzten Tag trauen wir uns endlich, unseren Vermieter auf die Rinnsal produzierende Dusche anzusprechen („Hey Christian…wie soll ich sagen…deine Dusche ist Mist!“). Sofort wird die Nachbarschaft zusammen getrommelt und in der „Kanalisation“ nach der Ursache geforscht. Ergebnis: Fette Kröte im Zuflussrohr. Ich biete mein Pfefferspray an und ernte ziemlich verstörte Blicke. Wir verlassen den Ort unter lautem Triumphgekläffe.


1 Antwort auf „Sommerreise (II): Klein Quassow“


  1. 1 Herr Jensen 26. Oktober 2010 um 20:12 Uhr

    Da fällt mir ein: Ich hab mal versucht, eine Kakerlake mit Rasierschaum zu ersticken.

    Hat nicht geklappt.
    Auch nicht mit Deodorant.
    Aber sie roch gut danach.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.