Wir basteln uns einen UMTS-Verstärker

Heutiger Titel der Serie „Bastelei-Ei-Ei“: Wir bauen uns eine preiswerte UMTS-Verstärkerantenne. Bevor wir jedoch zur überaus kniffligen Bauanleitung kommen, muss ich noch kurz erwähnen, wer diese grandiose Idee hatte:

Mein Papa.

Seit neuestem Laptopbesitzer und UMTS-Funker. Leider im D2-Netz von Vodafone, und da, ähm…sagen wir mal, hackert es zu bestimmten Zeiten ganz gewaltig, vor Allem in ländlichen Gebieten. Das D1-Netz der Telekom, und dass weiß ich ebenfalls aus eigener Erfahrung, läuft zu 95% immer rund mit guter DSL-Geschwindigkeit. Was also tun?

Als erstes den höchsten Punkt im Haus finden. Das heißt konkret: im oberen Stockwerk steht am Fenster ein 2 Meter großer und nicht sehr breiter Schrank. Oben drauf steht ein UMTS-WLAN-Router mit eingestecktem UMTS-Stick, der genau in die Richtung einer Handy-Antenne funkt. Dahinter ein seltsames und irgendwie nach Raumschiff Orion aussehendes Gerät oder Buch. Ein Spiegel? Nein. Alu-Folie. Ein Alufolienreflektor, der ein paar der Handystrahlen auf das Empfangsgerät reflektiert.

Ergebnis: Bandbreitensteigerung um 200 – 500 Prozent.

Ich war anfangs sehr skeptisch, bis ich heute Nachmittag beschloss, mir ebenfalls so ein Ding zu bauen. Ruckzuck – Folie ab. Eins-Zwei: Bastelei-ei-ei! Ich denke, eine ausführliche Bauanleitung kann ich mir hier jetzt doch lieber sparen.

Ergebnis der Bastelei:

Sobald ich die Folie wieder entferne sinkt die Bandbreite rapide ab.

Verblüffende Scheiße.


16 Antworten auf „Wir basteln uns einen UMTS-Verstärker“


  1. 1 Hombre 17. März 2010 um 11:38 Uhr

    Jep, hab auch erst an einen verfrühten Aprilscherz gedacht, aber es klappt wohl tatsächlich. Allerdings frage ich mich, ob dieser Trick quasi anderen die Bandbreite „klaut“, oder ob die Bandbreite immer da ist, aber die UMTS-Sticks aus welchen Gründen auch immer nicht leistungsfähig genug sind, um die Daten aus dem dünnen Funkwellenmatsch zu fischen. Viel wichtiger ist aber eigentlich: könnte man mehrere Alufolienbuchdeckel ringförmig aufstellen und somit einen Teilchenbeschleuniger bauen? Eat this, CERN!

  2. 2 Herr Jensen 17. März 2010 um 18:02 Uhr

    Viel wichtiger ist aber eigentlich: könnte man mehrere Alufolienbuchdeckel ringförmig aufstellen und somit einen Teilchenbeschleuniger bauen? Eat this, CERN!

    …please wait…building in progress…

  3. 3 Herr Jensen 17. März 2010 um 22:49 Uhr

    Schön.

    Damit wurde jetzt statistisch bewiesen, dass diese Idee wirkt.
    Nächster Schritt: Monetarisierung.

  4. 4 Hombre 18. März 2010 um 10:57 Uhr

    Hab 8000 Aktenordner bestellt und 500 Rollen Alufolie. Wer bastelt mit? Webshop ist in Arbeit. Name „iAMP“ (gute phonetische Nähe zu „App“). Alles personalisierbar, damit „Du Deinen Style leben kannst“ und von mir aus auch „die iAMP-Göttin in Dir erweckst“. Das läuft. Slogan „Maximale Geschwindigkeit, maximaler Spaß!“, internationalisiert „Get MAX speed and MAX fun. Get the iAMP.“ Erstes Promo-Shooting nächste Woche? Schlage Megan Fox vor, die halbnackt an einem iAMP leckt. Maximale Marktpenetration.

  5. 5 Herr Jensen 18. März 2010 um 15:38 Uhr

    Ersetze „Megan Fox“ durch „Sascha Lobo“.
    Dann könnte die Penetration klappen.

  6. 6 Ringo 18. März 2010 um 16:21 Uhr

    Ich glaube ich werd nich mehr. Das hat sich der Vater ja genial ausgetüftelt. Hätte ich keinen Cent drauf gesetzt, aber so: Mein Kompliment!
    Ich beschäftige mich jetzt seit fast 2 Jahren mit Surf-Sticks aber sowas habe ich noch nicht gesehen. Vielen Dank für die Wissens-Erweiterung!

  7. 7 biber 18. März 2010 um 18:21 Uhr

    Hm, ich frag mich, ob das ganze mit ner Parabolschüssel nicht noch zu optimieren wäre. Die Buch-Variante müsste ja theoretisch eine Bündelung entlang einer Vertikalen bewirken, während ne Schüssel alles in einem Punkt konzentriert. Eine Karte mit der standortbedingten optimalen Ausrichtung wäre dann das logische Folgeprojekt…werd am WE wohl mal basteln

  8. 8 Herr Jensen 19. März 2010 um 11:55 Uhr

    @biber:

    Klingt sinnvoll. Evtl. reicht auch eine Salatschüssel, die man mit Alufolie auskleidet. Ich werde das mal testen.
    iAMP 2.0.

  9. 9 Michael 24. März 2010 um 13:51 Uhr

    Eine klasse Idee, aber dazu muß man vorher wissen in welcher Richtung der nächste UMTS-Sendemast seines Mobilfunk-Betreibers steht (man kann es aber auch einfach ausprobieren und die Folie bzw. den UMTS Stick danach ausrichten) Wirklich spannend. Patentieren lassen und vermarkten ;-)

  10. 10 Kard King 01. Juli 2010 um 23:31 Uhr

    es tut sich bei mir die frage auf; ob die alufolie eventuell eine schädliche wirkung auf den stick hat.
    aber sonst natürlich eine super idee!
    wo euer mast steht könnt ihr von eurer kundenbetreung des jeweiligen anbieters erfahren.
    die sagen dir dann die starsse und die genaue entfernung.
    schöne grüsse an alle dsl-verweigerer!

  11. 11 Florian 30. November 2010 um 23:10 Uhr

    Also ich hab den Aldi Stick (eplus bzw Medion Mobil) empfange nur EDGE hatte vorher nur 2 Striche jetzt 3 hatte das mit einer zusammen gerollten Zeitung aber auch:) Naja versuche es nochmal mit einem größerem Buch und der genauen richtung des Mastes. Hpdsa oder min Umts währen schon cool…

  12. 12 Birgit 15. Februar 2011 um 12:17 Uhr

    Ich habe auch ein Vodafone stick und manchmal ist er echt lam.Ich habe garnicht gewußt, daß man so das Signal verstärken kann, vilen Dank für die Info ich werde es gleich aus probieren.LG Birgit

  13. 13 markus 30. Juni 2011 um 16:15 Uhr

    hehe, dass nenne ich mal eine McGyver Lösung. Der hätte es mit etwas Kaugummipapier und Allzweckreiniger gemacht, aber der Effekt ist der gleiche. Hut ab!

  14. 14 Jens 26. August 2011 um 10:17 Uhr

    Geniale Konstruktion! Vielleicht sollte man das patentieren lassen… = ))

  15. 15 Lars 02. September 2011 um 13:01 Uhr

    Naja bin im 3. Stockwerk und bei mir funktioniert es nicht.

  1. 1 Empfang verbessern für Internet-Stick und Surfstick - so geht esDer Surfstick Vergleich – Surfstick und Internet-Stick im Überblick Pingback am 10. Juli 2013 um 9:14 Uhr
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