Archiv für Februar 2010

Moritz von Oswald Trio vs. Pantha du Prince (war: Faschingsmus)

Letzte Nacht bekam ich Lust auf einen ordentlichen Rant. Ich lag neben meinem Bett auf irgendwelchen Stromkabeln und hatte mir vorgenommen, den ganzen debilen Närrinnen und Narrhalesen mal eins ans Knie zu nageln, so von wegen Fasching kommt ja eigentlich von Faschismus (haha!) und warum rosa Elefanten sturz betrunken neben das Kölner Bahnhofsklo kotzen. So auf dem Niveau sollte das passieren. Olympia und Westerwelle hätte ich auch noch irgendwie eingebaut, denn dies sind zwei weitere Sachen, mit denen ich rein gar nichts anzufangen weiß. Doch dann hörte ich Pantha du Prince statt Slayer und der ganze Ärger war weg. Einfach weg. Ich rief mir Bilder von opulenten Prunksitzungen vor mein inneres Auge, bei denen Westerwelle lauthals den Thrill einer nachmittäglichen TV-Übertragung im Skilanglauf pries – doch es half nichts. Eine Wolke lähmender Toleranz breitete sich in mir aus und ich ließ das mit dem Rant bleiben.

Stattdessen lieber Musik. Morgen Heute Gestern Neulich Abend live im Centraltheater: Moritz von Oswald Trio und Pantha du Prince. Bei Moritz von Oswald ist es wie bei den abstrakten Malern, die mal kurz auf die Staffelei niesen und uns das als Kunst verkaufen wollen: Für einen Moment hat man das Gefühl, die wollen einen verscheißern. Sobald der Moment überwunden wurde bleibt ein silberner Beigeschmack von (in diesem Fall elektronischer) Avantgarde.


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Bei Pantha du Prince alias Hendrik Weber sieht die Sache schon etwas eingängiger aus. Im Kreuzer stand glaube was von „Glöckchentechno“. Lasse ich aus Zeitgründen mal so stehen.


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Delphic! Delphic! Delphic!

Seit vorgestern bis circa nächsten Dienstag ist das hier genau mein Ding.

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