Ein Strauß bunter Melodien

2009.



Platz 1
Phoenix – „Wolfgang Amadeus Phoenix“ (2009)

Die Platte die mir im Sommer am meisten Spaß gemacht hat. Alle Songs Killer. Auf ewig verschränkt mit einer Autofahrt nach Amsterdam. Wir hören „1901″.


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Platz 2
DJ Hell – „Teufelswerk“ (2009)

Edel-DJ und Superdandy DJ Hell kam dieses Jahr mit einem Doppelalbum um die Kurve das sich gewaschen hat. Eine Kollektion feinster Ambient-, House- und Minimaltracks. Klingt hier und da nach Kraftwerk. Nebenbei beweist der Münchner seit zirka 90 Jahren, dass man auch als Helmut Josef Geier (so sein bürgerlicher Name) Weltkarrieren begründen kann. Aufi geht’s mit „The Angst“.


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Platz 3
Trentemøller – „The Last Resort (2006) / Remixes“

Trentemøller hat mich dieses Jahr so richtig durchgemøllert und ich muss mir seinen Namen immer noch aus dem Internet kopieren weil ich dieses verdammte ø nirgends auf der Tastatur finde. Das ist mir jetzt ein bisschen peinlich, denn schließlich habe ich Tastatur studiert. Egal. Wir hören The Knife mit „We share our Mother’s Health“ im Trentemøller-Remix. Ein unglaubliches Brett. Dieses Lied auf keinen Fall übers Uhrenradio anhören, da fehlen die Bässe.


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Platz 4
Moderat – „Modeselektor & Apparat“ (2009)

Die beiden Elektro-Acts Modeselektor und Apparat kollaborierten sich zu Moderat und rattern und knirschen sich dermaßen Bodi Bill-mäßig durch die Gegend das mein Horny Horse vor Freude wiehert. Dunkel und traurig wie der Gevatter Herbst und einigermaßen experimentell. Auch hier gilt: nicht übers Uhrenradio anhören. Es könnte daran zerbrechen. Wir hören den Track „3 minutes of nasty silence“. Und bitte.


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Platz 5
Veto – „There’s A Beat In All Machines“ (2006)

Dänische Post-Irgendwas-Band mit gut platzierten Elektronik-Frickeleien. Kopfnickmusik und nicht zum Einschlafen geeignet. Toll. Es gibt „Can you see anything“ auf die Hörgeräte.


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Platz 6
Sonic Youth – „The Eternal“ (2009)

Die Rolling Stones des Alternative-Rock geben nicht klein bei und legen erneut ein Meisterwerk vor das sogar noch stringenter als das Vorgängeralbum ist. Ich weiß nicht, wo die ihre ganzen Ideen her holen…ich überlege nochmal…nee, keine Chance, ich weiß es wirklich nicht. Immer Noise, aber immer auch Pop. Kim, lass es krachen, du bist mit Sicherheit die einzige Über-50-Jährige weltweit mit der ich schlafen würde. Wir hören den Titel „Anti-Orgasm“.


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Platz 7
Sascha Funke – „Mango“ (2008)

Sascha Funke ist ein guter Kumpel vom derzeit zu Recht abgefeierten Paul Kalkbrenner (der bald im Haus Auensee spielt? Auflegt? Actet?) und steuerte mit Selbigem den Soundtrack zum Film „Berlin Calling“ bei. Der Film ist gut, genau wie die aktuellen Alben der beiden Elektro-Epigonen. Wir hören „Mongo“…äh…sorry, „Mango“.


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Platz 8
Zoot Woman – „Things Are What They Used To Be“ (2009)

Fluffigkeit kennt keine Grenzen, Fluffigkeit kennt kein Pardon. Man möchte sein schwarz-weiß kariertes Jackett aus dem Keller holen. Dann möchte man auf einem Barhocker sitzen und distinguiert mit dem Fuß wippen. Dazu möchte man einen Schirmchencocktail trinken. All das möchte man bei Zoot Woman. Und natürlich Tanzen. Wunderschön zarte elektronische Popsongs. Wie gemacht für einen netten Abend zu zweit. Wir hören „We won‘t break“.


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Platz 9
Klez.e – „Vom Feuer der Gaben“ (2009)

Traurig, verzweifelt, aber nie ganz hoffnungslos. Jungs, ihr seid so gut, aber ihr werdet damit niemals reich werden. Aber ich vermute das wisst ihr schon. Wir hören „Die große Einfachheit“.


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Platz 10
Deadmau5 – „For Lack Of A Better Name“ (2009)

Deadmau5, die alte Partyhupe. Was ist das? Stadion-House? Die Liebste zieht mich immer auf, indem sie den Künstler Deadmaufünf nennt. Ich sage dann immer: nein, der heißt Deadmaus! Und sie dann so: sag ich doch, Deadmaufünf. Okay, dann halt Deadmaufünf. Das Album ist als DJ-Set konzipiert und knallt ordentlichst ab. Hi Friend!


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Platz 11
Röyksopp – „Junior“ (2009)

Röyksopp sind große Schmeichler. Kein Song der nicht irgendwie die Ohren verklebt. Ganz kurz vorm Geht-nicht-mehr. Reicht wegen dem vielen Zucker meiner Meinung nach nicht ganz an das Vorgängeralbum ran, aber speziell beim Abwaschen kommt es ganz gut. Wir hören „This must be it“.


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Platz 12
The Pains of Being Pure at Heart (2009)

Klingt wie aus einer anderen Zeit, ist aber dieses Jahr erschienen. Kompletter Retroflash garantiert. Es gibt „Everything with you“.


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Platz 13
Pet Shop Boys – „Yes“ (2009)

Die heutige Jugend kennt sowas ja gar nicht mehr, aber ich gehöre noch zur Generation Kassettenmitschnitt. Ab und an liefen damals im Radio die „Petscherboys“ und ich dachte immer: Was zum Teufel soll dieser Name nur bedeuten? Erst 1988, als ich die „Introspective“ zu Weihnachten geschenkt bekam, löste sich das Rätsel. Gleichzeitig entstand ein neues Rätsel: Warum um Himmels Willen nannten die sich „Tierhandlungsjungs“? Das aktuelle Album jedenfalls ist nichts anderes als eine hochgradig obszöne Pop-Explosion und wir hören daraus den Song „Love etc“.


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Platz 14
James Yuill – „Turning Down Water for Air“ (2009)

Neue Schublade: Folktronica. Klingt nach Frühling/Sommer, nach Autobahn und T-Shirt, nach Hand-in-Hand-in-den-Sonnenuntergang. Du putziger James Yuill, ich mag dich. Wir hören „This sweet love“.


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Platz 15
Fuck Buttons – „Tarot Sport“ (2009)

Die Fuck Buttons müssen allein schon wegen dem überaus originellen Bandnamen hier rein. Musikalisch lässt sich das Ganze schwer einordnen. Es ist kein Techno, das weiß ich. Wir hören „Surf Solar“ und schalten das Kopfkino…jetzt ein.


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5 Antworten auf „Ein Strauß bunter Melodien“


  1. 1 nico 10. Januar 2010 um 14:15 Uhr

    zu trentemoller kann ich am besten arbeiten. das nervt nie. die klez.e muss ich mir nochmal anhoeren. super liste.

  2. 2 Hombre 12. Januar 2010 um 9:54 Uhr

    Sehr feine, inspirierende Musik. Besonderes zugetan bin ich „Moderat“. Hab das jetzt oft gehört und komme nicht umhin, etwa in der Mitte ein starke musikalische Ähnlichkeit mit der Hintergrundmusik dieses Spiels zu bemerken (?). Plinks und Plonks mit Reverb auf Anschlag.

  3. 3 Herr Jensen 12. Januar 2010 um 11:30 Uhr

    Oh, danke für die Lobe.

    Gridwars ist toll, aber das hier bleibt unerreicht:

    http://rickdangerousflash.free.fr

  4. 4 Hombre 13. Januar 2010 um 11:03 Uhr

    Ein Traum. Man kann die Geräusche des Spiels hier schwer wiedergeben, aber Eingeweihte bekommen bei:

    Dit dit dit dit dit. Woof. Waaaaaaah.

    feuchte Augen.

  5. 5 Perle 15. Januar 2010 um 12:07 Uhr

    Danke für deinen ausführlichen und gut aufbereiteten MusikgeschmackÜberblick – Ich bin zwar, wie bekannt, nicht so DER Musikmensch – dennoch interessiert mich was so geht und was es gibt… somit eine wunderbare Zusammenstellung.

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