Archiv für Januar 2009

Nitro Circus

Kind schläft, Freundin nicht da, Schnaps kalt:

Let’s have some INTERNET!

Für heute Abend sollten 3 Stichwörter genügen: YouTube, Nitro Circus und Travis Pastrana. Zu erst hier gesehen. Sind wir nicht manchmal alle ein bisschen kleiner Junge?

Sehr geehrter Mieter,

in der letzten Zeit haben wir mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass alle Mieter ihrer Treppenreinigungspflicht im Wechsel mit dem Nachbarn nachkommen sollen. Aufgrund der konsequenten Nichtbeachtung dieser Reinigungspflicht laut Hausordnung (siehe Mietvertrag) sind wir leider gezwungen, ein Reinigungsunternehmen mit dieser Aufgabe zu beauftragen. Ab Februar 2009 wird ein Mitarbeiter der Firma XXXX dann immer Montags die Treppenreinigung übernehmen.

Prima, aber warum nicht gleich so?

Platz 1!

Ziel erreicht, Blog kann geschlossen werden: googelt man nach „Auf Schloss Bumms klappern die Nüsse“, dann erscheint meine kleine Seite auf Platz 1 (von 13.000).

Sex sells, voilà! Sollen die mal kommen mit ihren komischen Blogcharts.

Analyse eines Heckscheibenaufklebers

Heute möchte ich mich dem Themenkomplex „seltsame Heckscheibenaufkleber“ zuwenden. Da gibt es also einen Menschen, der Zeit und Geld investiert, um uns folgenden Sachverhalt mitzuteilen:

Kill the trendy (Töte die Trendigen)

Was möchte uns der Inhaber dieser Heckscheibe damit sagen? Moment! Bevor wir uns dieser Fragestellung nähern, sollten wir uns den Heckscheibenaufkleber etwas genauer ansehen. Unter dem Frakturschriftzug können wir noch eine Internetadresse erkennen: www.vinyl-junkies-rec.de. Dort gibt es aber nur eine Wartungsseite zu sehen, wobei diese auch etwas seltsam anmutet: ein muskulöser Mann mit Glatze trocknet sich mit einem Stofftaschentuch Tränen aus dem Gesicht. Bei MySpace bekommt man schon etwas mehr zu sehen: es handelt sich um ein kleines Plattenlabel mit Fokus auf die lokale Hardcore Szene, das scheinbar auf die Herstellung und den Vertrieb von klassischen Vinylschallplatten spezialisiert ist.

Zurück zum Heckscheibenslogan. Die Trendigen sind natürlich die Leute, die keine Vinylschallplatten nutzen und ihre Musik von CDs oder via MP3-Player konsumieren. Die CD scheidet hier allerdings aus, schließlich kann man ein in den frühen Achzigern entwickeltes Medium heute nur bedingt als trendy bezeichnen. Sind MP3-Player ein Trend? Ich glaube nicht (mehr). Mittlerweile hat doch jeder so ein Ding. Aber schauen wir uns doch kurz den Wikipedia Eintrag zur Vinylschallplatte an. Dort steht:

In den letzten Jahren ist die Zahl sowohl der verkauften als auch der neu veröffentlichten Langspielplatten und Singles, ausgehend von einer niedrigen Bezugsgröße, stark gestiegen. In Europa werden heute jährlich wieder rund 15.000.000 Schallplatten gefertigt.

Des Weiteren kann man hier folgendes lesen:

Seit Mitte der 90er-Jahre hat sich die Zahl der verkauften LP in Deutschland von 400 000 auf zuletzt rund 900 000 wieder mehr als verdoppelt, berichtet der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft.

Erlebt die Vinylplatte etwa eine Renaissance? Und könnte man sagen, dass die Nutzung von klassischen Schallplatten ein Trend ist? Sind die Vinyl Junkies etwa trendy? Sieht ganz danach aus. Unter diesen Prämissen kann man den Aufkleber sowie den Heckscheibenbesitzer, so leid es mir auch tut, nur als eines bezeichnen: als dumm.

„Wenn’s Ei hüpft, geht die Stimme hoch“

Blogmami so zu Blogpapi: du, Blogpapi, wollen wir nicht mal wieder was für unser Mamiblog schreiben? Blogpapi zu Blogmami: na klar Blogmami, super Idee! Ich werde mir gleich was ausdenken. Aber erst muss ich noch mit Joel-Stercilia-Wagabunde zur Logopädin! Na gut Schatzi, dann machst du es eben, wenn du wieder da bist. Ich werde solange mit Knut-Oliver den Chinchilla ausmisten, der hat schon wieder die ganzen Glaswände vom Terrarium voll geschissen. Achso, lieber Blogpapi, bringst du mir bitte noch eine Stiege von diesem Feigenschnaps mit? Aber sehr gerne doch, allerliebste Blogmami. Tschüssikovski!

Euer euch liebender BlogHerrJensen

Breathe in for luck. Breathe in so deep.

Bitte gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.

Dashboard Confessional – „Hands Down“

Grab doch mal wieder deine Seele um!

Das muss ich hier haben: OASIS ließen im Vorfeld ihrer letzten Albumveröffentlichung 15 verschiedene New Yorker Straßenmusiker Stücke des kommenden Albums „Dig Out Your Soul“ interpretieren. Dabei sind ziemlich trashige Varianten entstanden, die von den Straßenmusikern live in der U-Bahn gespielt wurden.

Verträumt schöne Dokumentation über Großstadt-Feelings, Freiheit, Musik und natürlich ziemlich schräge aber durchaus nicht uncharmante Britrock-Sprallöchen. Und während ich dies schreibe kommt via Twitter die erste Meldung vom Flugzeugcrash rein. New York New York. Noch mal Glück gehabt.

(via)

Oasis – Dig Out Your Soul In The Streets

White Winter Hymnal

Gerade eben das komplette Album durch gehört. Was soll man davon halten? Ich weiß es (noch) nicht. Nur eins steht fest: draußen liegt Schnee und in 69 Tagen ist Frühlingsanfang.

Fleet Foxes – „White Winter Hymnal“

Seltener Einblick in die Gründerszene

Nichts gegen das Verjuxen von Venture Capital am Ballermann, die Idee finde ich grundsätzlich recht nett. Und gerade junge Entrepreneure müssen ab und zu mal die Sau raus lassen, denn die 16 Stunden Tage machen einen doch sonst ganz kirre.

Nur würde ich davon niemals Sauf- und Grabschfotos auf meinem Blog veröffentlichen.

Entering Twitter!

Ich gebe zu: ich bin das genaue Gegenteil eines Early Adopters, nämlich ein Lately beziehungsweise Never Adopter. Bestes Beispiel ist mein seit gestern bestehender Twitter-Account. Kurz zur Erklärung: Twitter ist ein sogenannter Mikro-Blogging-Dienst, mit dem man 140 Zeichen lange Textmeldungen ins Internet und an andere verlinkte Twitterer („Follower“) schicken kann. Sinn und Zweck ist natürlich, das man noch mehr Zeit im Netz verklickt und somit von der Straße weg ist und keine Kriege anfängt.

Bis gestern fand ich Twitter erschreckend trivial. Was interessiert es mich, ob einer gerade kacken war und nun nach Klopapier sucht oder ob es in Mönchpfiffel-Nikolausrieth schneit. Sobald man allerdings selbst twittert, reduziert sich diese gefühlte Trivialität um ca. 50 Prozent. Vielleicht werden das Vögelchen und ich ja noch richtige Freunde. Aktuelle Tweets (so heißen die kurzen Nachrichten im Fachjargon) gibt es also ab jetzt hier im Blog (linke Seite) oder direkt auf meinem Twitterplatz. An dieser Stelle noch mal (passt jetzt viel besser der Satz):

Follow me if you can!

Der Blitzknaller

Wenn mich mal wieder jemand fragt, was ich denn zu bzw. an Silvester so machen werde, dann würde ich am liebsten mal antworten: pass auf, ich kaufe mir ’ne schöne Schweinskopfsülze und ficke die so richtig durch!

Mache ich natürlich nicht. Bin ja anständig. Ich denke das mit der Schweinskopfsülze nur und sage: mal sehen.

Apropos Schweinskopfsülze: Silvester konnten das liebe K. und ich Menschen beobachten, welche diese scheinbar im Kopf mit sich herum trugen (anstatt eines handelsüblichen Gehirns). Wir saßen in meinen Fenstern und löffelten ein leckeres Tiramisu-Eis (abgeschmeckt mit heißen Himbeeren, Sahne und Eierlikör). Portishead schrankten durch den Raum und ich war unglaublich froh jetzt zu Hause zu sein. Die Leute gingen mir mit Silvester bereits den halben Tag auf die Nuss. Ich blickte nach draußen und sah die ganzen Polizisten und Silvesterflanierer. Ich dachte: ihr könnt mich mal ihr Deppen! Ich ging zur Wohnungstür und schloss zweimal zu. Dann stellte ich noch meinen Wäscheständer davor. Für alle Fälle. Aber bis hier hoch schafft es eh kein ordentlicher Besoffener. Ich ging zurück zum Fenster und schaute wieder raus. Draußen kloppten sich gerade 20 von den Flanierern und sie hörten auch nicht auf als schon einer am Boden lag. Dann rannte ein 10er-Trupp der Polizei hin und die Sache war wieder gegessen. Nix passiert. Ich war erleichtert. Wir zogen die Rollos runter und ich beschwerte meinen Wäscheständer mit frisch gewaschenen Klamotten. Für alle Fälle.

Danach musste ich an früher denken. An einen Kumpel. Seine Eltern riefen ihn Mike und so hieß er auch in Wirklichkeit. Wir nannten ihn nur den Blitzknaller. Er trug immer ein Basecape einer amerikanischen Football- oder Baseballmannschaft. Damit verdeckte er sein nach hinten gekämmtes, halblanges fettiges Fliegenhaar. Er hatte eine Brille und sie war sehr dick. Seine Zähne sahen schrecklich aus. Ob zu Hause oder in der Schule, ständig trug er einen blau-weißen Adidas Trainingsanzug und knöchelhohe weiße Reebok-Turnschuhe.

Silvester war für ihn der schönste Tag im Jahr.

Pünktlich um 18 Uhr fuhr er den Computer runter. Seine Hand tastete unter seinem Bett nach den Tittenheftchen. Plötzlich zuckte sie zurück. Nein, heute war dafür keine Zeit. Er überlegte, ob er noch etwas essen sollte, aber er hatte sein gesamtes Geld bereits letzte Woche in die örtliche Drogerie gebracht, um unzählige Knaller, Blitzer, Heuler, Knallfrösche, Böller, Raketenbatterien und Vulkanfontänen zu kaufen. Er trug alles in zwei großen Tüten nach Hause und machte dann drei ansehnliche Stapel. 3 Runden, 3 Stapel. Er hockte in seinem Zimmer und lauerte auf die Nacht. Ein Kribbeln im Lendenbereich signalisierte ihm, dass es langsam Zeit wurde. Er packte den ersten Stapel in seine Umhängetasche, dazu 4 Feuerzeuge, 3 Marsriegel, 2 Capri-Sonnen und 1 Mullbinde. Für alle Fälle.

Er lief immer alleine. Als wir ihn einmal zufällig in der Querstraße trafen, grüßte er nur flüchtig und ging schnell weiter. Drei Minuten später hörten wir ein gewaltiges Krachen und alle nickten sich wissend zu. Dies war seine Nacht. Der Blitzknaller sprengte und knallte sich quer durchs Dorf und selbst die Hunde in ihren Zwingern verkniffen sich ihr Bellen, denn sie wollten um keinen Preis die Aufmerksamkeit des Blitzknallers erregen. Niemand war an diesem Tag sicher.

Mittlerweile lief er seine dritte Runde und das Kribbeln in seinen Lenden wurde immer stärker. Er schaute auf seine Taschenrechneruhr: 23:38 Uhr. Er musste sich beeilen. Er beschleunigte sein Tempo und arbeitete sich an der Schule vorbei über die Müllkippe hin zum Rodelberg, der höchsten Erhebung im Dorf. Pünktlich um 23.59 Uhr erreichte er den Gipfel und er ließ seinen letzten Riesenchinaböller hoch gehen. Er war am Ziel. Er stand nun ganz still, breitete seine Arme aus und sah über das ganze Dorf hinweg. Die Dorfkirche schlug 0 Uhr und das Dorf flippte völlig aus. Nun zündeten alle ihr Arsenal. Der Blitzknaller schloss die Augen und unter einem lauten Schrei ergoss sich sein Samen in seine Hose. Nie wieder verspürte er eine größere Lust.

Silvesterbilderstrecke nach dem Klick! (mehr…)