Archiv für Oktober 2008

Beachten Ende Danke !!!!!!

In dem Land, wo kürzlich ein schöner Phaeton V6 freestyle gepresst wurde, wohnen überaus freundliche Menschen. Kleine Geckos in Lederhosen auf dem Nachhauseweg von der Schule grüßten uns lachend auf offener Straße und die Verkäuferin im örtlichen Konditor führte uns ungefragt zur Tortenauslage, obwohl wir dort nur einmal was gekauft hatten.

Allerdings scheint der Österreicher an einer seltsamen Form von Regelwut zu leiden. Vor ein paar Wochen fuhren das liebe K. und ich zu einer Familienfeier in Falcos Heimatland. Da fällt mir gerade ein: Falco hat sich doch auch tot gefahren, oder? Egal. Jedenfalls residierten wir in einem großen Ferienhaus mitten in den Bergen. Ich weiß ja nicht, was in diesem Haus früher alles vorgefallen ist, aber scheinbar veranlasste dies den Vermieter, eine Unmenge von Hinweisschildern im Haus aufzuhängen. Ich habe alle gewissenhaft fotografiert. (mehr…)

Allein Allein

Typischer Fall von Song, der mir für genau einen Tag unheimlich gut gefällt. Danach wird er nerven. Aber was soll’s? Besser einen Tag als keinen Tag.

Video der Woche: Polarkreis 18 – „Allein Allein“

Termin beim Zahnarzt II

Der Zahnarzt und ich.
Glaube, wir kommen gut miteinander klar.

Termin beim Zahnarzt

Ja, ich gebe es gern zu: das ist keine normale Prokrastination. Das ist auch keine Mega- oder Giga-Prokrastination. Hier haben wir es mit der äußerst seltenen Form der Peta-Prokrastination zu tun, also einem Aufschiebeverhalten, das mittlerweile im zweistelligen Jahreszahlenbereich angelangt ist. Ich sage jetzt nicht wie lange ich nicht mehr beim Zahnarzt war. Manch einer unter den geschätzten Lesern wäre zu schockiert und würde schreiend aus dem Haus rennen und draußen immer „oh Gott, er war X Jahre nicht mehr beim Zahnarzt…oh Gott…womöglich hat er nicht mal ein Bonusheft!!!“ brüllen.

Ein Bonusheft hat er natürlich nicht. Und jetzt rennt!

Fühle ich mich schuldig? Nein. Ich hatte während meiner Pubertät einfach viel zu oft mit fetten Kieferorthopäden zu tun die mir ständig in der Fresse rum fuhrwerkten. Zähne wurden gezogen, Abdrücke gemacht, wieder Zähne gezogen, neue Abdrücke gemacht. Ich hatte x Jahre oben und unten Spangen, und zwar so welche, die man ständig weiter aufdrehen musste und die mir das Gebiss immer mehr auseinander driften ließen. Diese Spangen musste ich Tag und Nacht tragen, ständig schwoll mir das Zahnfleisch an, und wenn ich diese Dinger eine Nacht nicht trug um endlich mal wieder ruhig durchzuschlafen dann passten diese Kretins am nächsten Morgen nicht mehr in mein Fressbrett und ich durfte schön eine Umdrehung zurück drehen. Dann saß ich bei der fetten Kieferorthopädin im Stuhl und musste mich auch noch dafür rechtfertigen. Toll war es mit diesen Geräten vor allem in der Schule. Wollte ich in der Pause eine Schnitte essen, mussten die Spangen erst elegant aus dem Mund geholt werden. Das sah aus, als ob man sich einige Drähte in die Hand spuckte. Mit Sabberfäden. Wie sexy fanden das wohl die Mädchen? Richtig, NULL.

Kurz um: als ich volljährig wurde und endlich all die schöne Verantwortung für mich übernehmen konnte schmiss ich die Spangen auf die Müllkippe und schwor mir: nie mehr gehst du freiwillig zu einem Menschen, dessen Berufswahl lebenslang mit dem Mundgeruch fremder Leute korrespondiert, es sei denn, du krümmst dich vor Schmerz während dir ein Zahn quer aus der Backe wächst. Ich meine, wer wird denn bitte Zahnarzt (oder Gynäkologe)? Was sind das für Menschen? Chirurg…okay. Der Patient ist bewusstlos und man kann ihm in aller Ruhe den Bauch auf- und wieder zu machen. Aber Zahnarzt? Andere Leute mit Spatel, Kratzer und Bohrer traktieren? Jeden Tag?

Wollen doch mal sehen, was Kollege Bukowski dazu zu sagen hatte (aus: „Schreie vom Balkon“):

Hör bloß auf mit dem gottverdammten Scheiß von den reizenden Zahnarzthelferinnen und was für Prachtkerle diese Zahnärzte sind: das sind bezahlte Folterer der übel heimgesuchten Menschheit. Sämtliche Branchen der Wissenschaft haben sich weiter entwickelt, aber diese Wichte arbeiten immer noch mit der Beißzange. Ich kann in einem Menschen, der ständig mit Blut zu tun haben will, kein anständiges Individuum sehen. Lieber sammle ich Müll auf. Jeder Zahnarzt, der mir je untergekommen ist, hatte dicke Handgelenke, schwarze Nazi-Haare an den Armen und einen Ovomaltine-Bauch, in dem die fetten Ratten fromme Lieder sangen. Was für Lügen willst du mir hier verkaufen?

So in etwa sehe ich das auch. Die Menschheit fliegt zum Mond, die Menschheit verpflanzt Herzen und näht ganze Arme wieder an. Die Menschheit erfand TCP/IP, Spülmaschinen und hochpreisige Girokonten. Sogar Photonen werden verschränkt und gebeamt. Und was macht der Zahnarzt? Der holt seine Kratzer raus, seine Raspelbohrer, Meisel und Spritzen. Dann blendet er einen mit seiner sicherlich augenschädlichen OP-Lampe und schürft einem den Dreck vom Zahn. Und am Ende des Tages steigt er feist grinsend in seinen RS6 und dankt dem BAFÖG-Amt für die berufsfördernde Finanzierung seiner sadistischen Triebe.

Ich habe Angst vor nächsten Montag.

Um hier aber nicht nur rum zu mosern würde ich gerne einige Verbesserungsvorschläge anbringen. Den idealen Zahnarztbesuch stelle ich mir in etwa so vor:

Nach einem leckeren Frühstück mache ich mich auf den Weg zur Praxis. Ich betrete die Praxis und es riecht nicht nach Schwefelsäure oder Bohnerwachs. Das weibliche Praxispersonal sowie der Zahnarzt warten schon auf mich und wir halten kurz einen netten Smalltalk. Ich werde gefragt, welche Musik ich gerne während der Behandlung hören möchte. Ich überreiche der weiblichen Zahnarzthelferin meine selbst gebrannte Foals CD (die ist nämlich super) und werde durch die bunt geschmückten Gänge zum Behandlungsstuhl geführt. Dann werde ich gefragt, ob ich was Leckeres trinken möchte (exotischer Tee, selbst gepresste Säfte oder, mein Gott, warum auch nicht, ein Bier). Ich bestelle einen Sensatonic Venuswave und lausche meiner mitgebrachten Foals CD. Plötzlich kitzelt was in meinem Gesicht! Huch, die weibliche Zahnarzthelferin hat mir mit einer kleinen Sprühflasche eine geruchlose Flüssigkeit ins Gesicht gestäubt. Kurze Zeit später sehe ich bunte Schmetterlinge, Wände verformen sich und alles fängt an zu fließen. Es macht Pöff, und plötzlich finde ich mich in einem wunderbar sonnigen Hain wieder, es ist warm, Vögel zwitschern und überall wachsen exotische Blumen. Hinter jedem Baum steht eine hübsche Elfe mit durchsichtigem Kleidchen und bietet mir Geschlechtsverkehr an…

Nach drei Stunden wache ich wieder auf und liege in einem blauen Himmelbett während mir das liebe K. den Kopf krault.

Und mein Kiefer? Alle Löcher sind geschlossen, alle rüpelhaften Weisheitszähne extrahiert, alle Zahntaschen ausgesaugt. Voila! Ich schwöre es: ich hätte nicht nur ein Bonusheft, ich hätte zehn.

Noch 3 Tage…

Bildquelle: http://www.hippodoc.de/pferdezahnarzt.html (mal den Text lesen)

Foals

Irgendwie mag ich diese Band. Knackiger Sound und schickes Atompilzvideo. Was will man mehr?

Video der Woche: Foals – „Red Sock Pugie“

Das Glück dieser Erde…

…liegt auf dem Rücken des Rammlers. Da fährt man mal für zwei Tage aufs Dorf und wenn man wieder kommt findet man so was in seinen Jackentaschen. Mein Kumpel Nosehead hatte noch andere Obskuritäten in seinem selbst gezimmerten Tresen, aber das hier fand ich dann doch am niedlichsten. Ich werde dieses Aphrodisiakum heute Abend zu mir nehmen und euch dann berichten, ob ich mich wie ein Herr Schmidt gefühlt habe oder nicht.

In diesem Sinne: Stößchen! (mehr…)

Fur TV

Kennt jemand Fur TV? Uwe Wöllner würde sagen: „abgefahren“! Als ich vor Ewigkeiten die Pilotfolge sah dachte ich das auch. Herrlich überdrehter Puppenquatsch ohne Schmerzgrenze. Allein die Idee, einem Waschlappen eine Sonnenbrille aufzusetzen finde ich grandios. Fat Ed gefiel mir im Piloten allerdings besser als in den neuen Folgen. Übrigens: der Horsti war mal beim Casting, wurde aber nicht genommen. Grund: er ist zu schön.

Alle Fur TV Folgen gibts auf Youtube. Hier mal noch zwei Special-Features (MTV Cribs und Ed’s furry fucking guide to metal):