Archiv für September 2008

Gastbeitrag von Horsti F.

Folgendes: mein Kumpel Horsti F. sitzt hier gerade neben mir. Kann nicht schlafen. Wir unterhalten uns etwas, aber so richtig Lust zu reden haben wir beide nicht. Horsti fragt mich, was ich so mache. Ich versuche, ihm die Sache mit dem Bloggen zu erklären. Plötzlich kommt mir folgende Idee: lass doch den Horsti was bloggen, einfach irgendwas, alles, was er will. Horsti ist erst skeptisch. Doch dann setzt er sich doch vor die Tastatur und fängt an. Ich drücke zwischendurch nur mehrmals auf „speichern“. Faszinierend, wie er mit seinen recht breiten Pranken behende über die Tasten zirkuliert. Scheinbar handelt es sich um ein Tagesprotokoll. Aber lest bitte selbst:

Was bitte soll man tun? Jetzt sitze ich schon wieder seit drei Stunden in diesem verdammten Fach und starre wir irre auf die gegenüberliegende Wand. Wenn man doch nur in Ruhe ein Nickerchen machen könnte…nur 1 Stunde oder eine halbe! Aber wie zum Storch soll man sich bitte in diesem Holzfach hinlegen?

Aber vielleicht sollte ich mich erst kurz vorstellen: ich bin Horsti, Horsti Frosch (Anm. Herr Jensen: sprich: Hooaaaastiee). Ich bin grün, hetero, etwas pelzig, ca. 30 Zentimeter groß und äußerst schlank und agil. Meine Kumpels nennen mich Froschi. Eh wir hier weiter machen muss ich aber noch was loswerden: nun ja…ich trage gerne Frauenklamotten. Kleider, Röcke, Strumpfhosen, Stöckel. Das volle Programm. Weiß auch nicht warum. Macht mich irgendwie fröschig, wenn ihr wisst was ich meine. Sei’s drum.

Mein „Frauchen“ (wenn die wüsste, wie viele Knochen sie mir schon gebrochen hat) spielt und bildet sich. Der Boss ist auch nicht da. Der muss wahrscheinlich wieder eine Palette hausmacher Presskopf (bzw. Presskopf hausmacher Art vulgo Presssack) quer durch Leipzig schicken. Mir kam zu Ohren, dass diese abartige „Speise“ (und die Ochsenschwanzsuppe ist dagegen die leckerste Schwarzwälder Kirsch von ganz Niederösterreich) gerne von alten Frauen konsumiert wird, die dafür einen speziellen Presskopfzieher verwenden. Vorstellen muss man sich das wie einen großen Korkenzieher aus Holz: diesen dreht man vorsichtig rechts herum in das Glas bzw. den Presskopf. Schlägt man mit der Drehwinde am Glasrand an wird es Zeit kräftig am Presskopfzieher zu ziehen. Nach ein paar Versuchen sollte der Presskopf mit einem satten „PffffffLOBSCH“ aus dem Glas gleiten. Warum ich das erzähle?

Vielleicht, weil ich hier niemanden anderes zum reden habe??? Mir sind schon wieder die Füße eingeschlafen. Verdammt. Noch zwei Stunden. Arghh. Merke gerade wieder meinen Brustkorb. Wieso schläft sie nicht neben, unter oder über mir? Warum AUF mir? Die ganze Nacht? Mein Kopf ist mittlerweile weich wie eine Damenbrust. Ahhh na endlich. Feierabend im Warteraum zum Schafott. Nein…NEIN…NEIN!!! Nicht wieder in den Rucksack! Ich hasse das!!!

Shit.

Hören wir halt irgendwelche schnöselige Rockmusik im Dunkeln. Ich steh ja eher auf britischen HipHop, aber egal. Der Wal schiebt sich gemächlich über die Erde und das Summen lässt mich fast einschlafen. Eigentlich doch ganz gemütlich. Dann Ruhe. Was jetzt? Muss schon wieder warten. Einkauf. Wie immer ohne mich.

Der restliche Nachmittag verläuft relativ ereignislos. Beim Abendessen darf ich wieder zu sehen und bekomme, wie immer, nichts. Danach geht es ins Bett. Das läuft folgendermaßen ab: ich muss mich immer zu erst hinlegen und so tun als sei ich eingeschlafen. Dann bekomme ich ’ne Kopfnuss (aber eine, die sich gewaschen hat) und weder der Boss noch die Kleine wollen es gewesen sein. Das wiederholt sich ca. fünfmal. Entspanntes Einschlafen sieht anders aus meine ich. Aber einer muss ja der Trottel sein. Und endlich darf ich schlafen. Eingequetscht zwischen Matratze und 20 Kilogramm Lebendgewicht. Der Sauerstoff reicht gerade so, um meinen Stoffwechsel auf Sparflamme zu halten. Langsam dämmere ich weg und träume von einem Leben als Wackeldackel. Schön hinten sitzen, rum fahren und rauskucken. In Strumpfhosen und Rock. Das wäre genau mein Ding. Gute Nacht.

Nacht Horsti, schlaf gut. Wir sehen uns noch früh genug.

Jo, hau rein.

Okay, Horsti ist wieder ab gegangen. Cooler Typ irgendwie.
Aber auch etwas wehleidig, oder?

Frohes Fest!

26. September 2008: es gibt Lebkuchen im Supermarkt.

Sex On Fire

Video der Woche: Kings of Leon – „Sex on Fire“

Music makes me happy

Praise the Lord! Seit gestern funktioniert mein Freifunk wieder. Danke, lieber Freak! Wer und wo immer du auch bist – du hast gemacht, das ich wieder richtig surfen kann. Und dafür sollst du hier und heute hoch leben! Hey hey hey… Und da man das Glück nie all zu sehr heraus fordern sollte werde ich euch heute gleich 4 Musikclips unterjubeln. (mehr…)

Bäääng!

Für die interessierten Laien (wie mich). Der Large Hadron Collider funktioniert ungefähr so:

(via)

LHC, Lemmy, Batman und Oasis

Sogar Google ist war dabei: heute wird der weltgrößte Teilchenbeschleuniger (LHC) angeworfen und in den nächsten Wochen zur Höchstleistung gebracht. Die zu erwartenden Ergebnisse des kompliziertesten und teuersten Experiments aller Zeiten werden uns zwar nicht dabei helfen unsere Miete pünktlich zu zahlen, aber hey, man wird ja wohl noch ordentlich staunen dürfen. Mehr Infos zur Arbeitsweise des Beschleunigers sowie einige anschauliche Erklärungen zum gesuchten Higgs-Boson gibt es hier und hier.

Ich mag Lemmy Kilmister von Motörhead. Ich würde niemals mit ihm tauschen, aber ich mag ihn. Irgendwie. Bei der Süddeutschen gibts tolle Interviews mit ihm: ein aktuelles und ein älteres. Hier meine Lieblings-Bonmots:

Frage: Wie beschreiben Sie einem tauben Mann den Sound von Motörhead?
Lemmy: Ein Unfall, bei dem Motorrad, Auto und Bulldozer aufeinander krachen. Das Ganze eine Terz tiefer. Und wieder hoch. Nur der Motorradfahrer überlebt.

Frage: Ihr Kommentar über Rock’n’Roller, die stinken?
Lemmy: Kein Kommentar. Mein Geruchssinn hat sich vor Ewigkeiten in bolivianischem Schnee aufgelöst.

Frage: Mal beim Orgasmus »Mama« gerufen?
Lemmy: Als Gag. Natürlich. Ist immer drin.

Neulich war ich mit dem lieben K. in „The Dark Knight“. Aber ich weiß nicht. Ja, irgendwie nicht schlecht, es kracht und rumpelt ordentlich, aber für meinen Geschmack sind die Action-Szenen zu schnell geschnitten und minutenlange Faustkämpfe einfach nur öde. Werde mir in Zukunft erstmal keinen Hollywood-Comic-SciFi-Blockbuster-Trash mehr ansehen. Scheiße, man wird älter. Hier gibts ’nen fiesen Veriss.

Und zum Schluss: Noel Gallagher wird beim Gitarre spielen zu Boden geschubbst. Wer macht denn bitte sowas? Rabauke!

(via, via, via)

Was Feines zum Geburtstag

Meine Omi – ich habe sie so gern. Mit liebenswürdiger Hilflosigkeit versucht sie jedes Jahr, mein geburtstägliches Geldgeschenk durch zusätzliche Dinge zu ergänzen bzw. zu garnieren. Letztes Jahr gab es neben dem braunen Schein ein Fläschchen Wein sowie einen fünf Nummern zu großen Schlafanzug. Dieses Jahr das Selbe: einen Schein, den ich in Lebensmittel und neuwertige Schlüpfer investieren werde, eine Flasche Wein und natürlich ein neuer Schlafanzug. Aber huch…was ist da noch? Eine kleine Holzbox mit Metallverschluss. Ich öffnete die Box und sah das: (mehr…)

Harmonie ist eine Strategie

Ich habe vor dieser Frau Angst. Unter anderem auch wegen solcher Bilder:


Quelle: SPON