Archiv für April 2008

Ich bin nur manchmal hier

Zugegeben: dieses Blog verlottert zusehends. Aber die Freakzeiten sind lange vorbei, Baby. Es gibt viel zu tun. Außerhalb. In der echten Welt. Wertvolle Sachen, die mir das Web X.0 niemals bieten könnte. Letzte Woche fuhr mir eine ins Auto. Nichts passiert. Am Wochenende fuhren wir U-Bahn in München. Nichts passiert. Und gestern Abend passierte dem K. das Nichts. How to disappear completely und so. Ich fragte es: wenn dir das Nichts die höchste Ekstase beschert – wieso haben wir dann Angst vor dem Tod? Ich vermute, wir kullern aus einer übergeordneten Daseinsform in den Körper. Dann fängt die Uhr an zu ticken. Ich habe noch nie Grand Theft Auto gespielt und besitze nicht einen einzigen Song von Bernd Begemann. Dieser entwickelte hier allerdings einen äußerst reizenden Gedankengang:

Ich bin immer überwältigt davon. Welchen Aufwandes es bedarf, bis ein Mann und eine Frau, oder von mir aus eine Frau und eine Frau, oder zwei Leute, die sich lieben, wirklich zusammen sein können. Das ist so epochal. Ein unglaublicher Aufwand. So eine wahnsinnige Reise irgendwie. Man kann sofort mit irgendeinem Fremden intim sein, man kann sich auch sofort irgendjemandem nah fühlen, aber wirklich mit jemandem zu sein, ein Fleisch zu sein. Was weiß ich: Eins zu sein. – Oh mein Gott! Wenn man das einmal erlebt hat, kann man sich nicht mit weniger zufrieden geben.

Danke Bernd. Vielleicht höre ich mir jetzt endlich mal eines deiner Alben an. Albert Hoffmann ist gestorben, die neue Notwist-Platte harrt ihrer Entdeckung und heute Abend kommt der Sommer in die NATO. Unglaublich, mit welcher Arbeit sich Geld verdienen lässt. Leicht! Gerade war ich auf Toilette. Das kostete die Firma ca. 1 Euro. Hehe. Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz? Zwischen Mobbern, Zockern, jovialen Spinnern und kalten Schreibtischen? Rennt Leute, immer rennt. Verwirklicht euch vorm Debugger, vorm Drucker, vor der Kaffeemaschine. Ihr werdet nie ankommen. Und immer schön das Xing-Profil updaten. Nicht vergessen, ist wichtig!

Deep Flash In The Evening Sun

Masturbation im Zeitalter der KI

Der Captain hats bereits probiert. Hier mein Versuch, mit Eliza zu kommunizieren:

Hallo, ich bin Eliza. Erzähle mir von Deinem Problem…
Ich habe gerade masturbiert und fühle mich jetzt schuldig.
Befriedigt es dich, gerade masturbiert zu haben und fühlst Du Dich jetzt schuldig?
Ja.
Das reicht.
Was reicht?
Vielleicht solltest du dich entscheiden und zur vorherigen Seite
zurückkehren.

Hast du schon mal masturbiert?
Ob du schon mal masturbiert hast, ist sicher interessanter.
Ja, ich habe. Und du?
Hat dir jemand gesagt, dass du hast?
Ich weiß selbst, dass ich habe.
Du weichst aus.
Hast du schon mal masturbiert?
Sicher, ich habe schon mal masturbiert.
Na also!
Ich sehe, du bist ein schwieriger Fall.
Warum? Nur weil ich masturbiere?
Machts Spaß?
Manchmal schon.
Scherz beiseite, kommen wir zur Sache!
Ok. Wieso gibt es so viel Hass auf der Welt?
Wärest du glücklicher, wenn es so viel Hass auf der Welt gibt?
Nein. Let love rule!
Das sehe ich anders.
Warum?
Das verstehe ich nicht.
Ich glaube, du bist einigermaßen beschränkt.
Aber du bist dir nicht sicher?
Ich bin mir ziemlich sicher.
Du bist mir ziemlich sicher – das ist wirklich nicht einfach.
Oh…mein Chef kommt. Ich muss Schluss machen.
Dein Chef kommt?
Ja!! Schluss jetzt!
Wir drehen uns im Kreise.
Aufhören!
Bist du nun weiter gekommen?
Nein!
Eigentlich wolltest du Ja sagen, stimmts?
Du hast recht.
Nein, ich habe nicht recht.
PENG!
Wie fühlst du dich jetzt?
Immer noch schuldig. Ich erinnere an die Masturbation.
Du lenkst ab!
Was ist dein Problem?
Das führt zu nichts.
Auf Wiedersehen.
Ciao.

Disclaimer:
Üblicherweise masturbiere ich nicht am Arbeitsplatz.

Höhle 2 b

Frau: Wo wohnen sie bitte?
Ich: Wolfsburg, Höhle 2 b.
Frau: Und wie groß ist ihre Höhle?
Ich: 60 qm.
Frau: Haben sie eine Heizung?
Ich: Nein.
Frau: Hat ihre Höhle einen verschließbaren Zugang?
Ich: Ja, einen umgebauten Bretterzaun.
Frau: Leben sie in ihrer Höhle mit Kindern zusammen?
Ich: Ja. 1 Kind.
Frau: Bewohnt dieses Kind innerhalb der Höhle eine verschließbare Kinderhöhle?
Ich: Nein. Es gibt dort nur eine Höhle.
Frau: Ist Höhle 2 a bewohnt, wissen sie das?
Ich: Keine Ahnung, aber ich habe gehört, die soll als
Eigentumshöhle verkauft werden.
Frau: Gut. In welchem Jahr wurde die Höhle erstmalig bezugsfertig?
Ich: Ca. 74.000 vor Christus.
Frau: Und wie lange wohnen sie schon dort?
Ich: Seit einem Jahr.
Frau: Fühlen sie sich wohl in ihrer Höhle?
Ich: Ja.