Archiv für Januar 2008

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Der gute Verlierer

Der gute Verlierer
(von C. Bukowski)

Texaner, rotes Gesicht,
alt. Er ist auf einem
Pferderennplatz in L.A.,
hat sich gerade mit
ein paar Leuten unter-
halten, das 4. Rennen
läuft, und er hat bereits
genug. „Also, Wiedersehen
und alles Gute. Bis morgen dann…“

„Netter Kerl.“
„Yeh.“

Er geht hinunter zum
Parkplatz, wo er in ein
12 Jahre altes Auto
steigen wird. Von dort
wird er zu einer billigen
Pension fahren. Sein Zimmer
wird weder Klo noch Bad
haben. Am einzigen Fenster
wird eine zerfetzte
Packpapier-Jalousie hängen
und draußen wird er auf eine
bröckelnde Zementmauer sehen
voll von Sprühdosen-Graffiti
einer Chicano-Jugendbande.

Er wird die Schuhe ausziehen
und sich aufs Bett setzen.

Es wird dunkel sein, aber
er wird nicht das Licht
anknipsen.

Er hat nichts
zu tun.

Meine Maneki Neko

Wie konnte ich all die Jahre nur ohne sie auskommen! Endlich bin auch ich glücklicher Besitzer einer Maneki Neko (jap. für herbeiwinkende Katze). Je nach Form, Farbe und Pfote sollen diese Glücksbringer via indirekt subtiler Manipulation des Quantenfeldes (ausgelöst durch das Betrachterbewusstsein) Glück, Gesundheit, Wohlstand, Liebe und „Besucher“ anlocken. Letzteres stellte meine Glückskatze schon eindrucksvoll unter Beweis: Samstag mittags habe ich sie gekauft und am Abend des gleichen Tages saßen plötzlich 10 nette Menschen in meiner Behausung. Kein Witz!

Dem entgegen steht allerdings das Gerücht (!), wonach sich die Heil bringende Wirkung der Katze erst ab 650.000 Winkbewegungen einstellt. Dies wurde von japanischen Zen-Meistern durch aufwendige Berechnungen evaluiert. Somit sollte man seine Katze die ersten Wochen ohne Unterbrechung durchwinken lassen.

Biiieeech Dich!

Mein Name ist Claus Rahn. Ich bin PSYCHOKINET. Ich bin kein Gott, das möchte ich in erster Linie richtig stellen.

Und ich dachte schon…