Archiv für Juni 2007

Herr Jensen begeht Stadtflucht

Richtig gelesen. Ich werde die Stadt für eine begrenzte Zeit verlassen, um in der Natur zu transzendieren. Bäume und so. Gräser ebenfalls. Und Enten…viele Enten werde ich sehen. Vielleicht auch ein paar Bienen und Mücken, nicht zu vergessen Kühe, Schmetterlinge und Sträucher. Viele Sträucher.

Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß mit Sommerlochknastbruder Marco W. Mir tut er ja wirklich leid. Da hat die kleine Charlotte vielleicht nur mal kurz genießt, und schon schnupperten seine jungmännlichen Spermien Hotelzimmerluft.

Junge, für dein Problem der Ejaculatio Praecox gibt es mittlerweile sehr gute Lösungen! Nicht das im nächsten Urlaub wieder eine sauer auf dich ist.

Immergut 07 Kurzbericht

Es ist mittlerweile Routine: früh los fahren, ankommen, Zeug auf den Zeltplatz schleppen, Zelt aufbauen, Luftmatratze aufblasen, ein Getränk öffnen, den Anderen entspannt beim Schleppen und Aufbauen zuschauen, Eintrittskarte gegen Eintrittsbändchen tauschen und, sobald man sich endlich auf dem Festivalgelände befindet, einen kurzen Sprung in die Luft machen.

Freitagabends gab es dann gleich eine schöne Überraschung: die von mir hoch geschätzten SDNMT (Seidenmatt) spielten kurzfristig als letzte Band auf der Hauptbühne. So jung, so cool, so gut! Im August kommt das neue Album raus (via Sinnbus Records) und ich sage: einfach mal kaufen. Alles. Alles von Sinnbus. Kann man nicht viel falsch machen.

Neben allerlei Belanglosem tagsüber (Tele, Superpunk und Muff Potter als Ersatz für die verhinderten Jeans Team) gab es dann spät abends zwei Perlen um die Ohren: Monta und Naked Lunch. Ich war eigentlich schon ziemlich fertig und mir tat alles weh, doch nach den zwei Konzerten ging ich schmerzfrei schlafen. Besonders Naked Lunch überraschten mit einer unerwartet düsteren Abgründigkeit. Ich war begeistert.

Ey du Arschloch, kannst du mal deine Fresse halten!

Mit dieser zünftigen Ansage vertrieb unsere liebe Christine einen Festivalbesucher, der sich samstags früh in unmittelbarer Nähe unserer Zelte mit seinem Kumpel unterhalten wollte. Er trollte sich sofort und wir konnten alle wieder schlafen. Danke noch mal dafür.

Samstags ging es weiter mit fluffig Gefälligem (Sir Simon Battle), Tanzbarem (Tied and Tickled Trio) und tränenreich Emotionalem (Sophia). Schließlich beendeten die von uns allen immer noch geliebten Tocotronic den Abend mit einem minutenlangen Noisegewitter.

Ich sag es doch: Routine.